29.03.2007

Stille Nacht, Heilige Nacht - von wegen!

Kjo-Ein Freitagabend im August: hundemüde erreichten wir nach einem abwechslungsreichen und langem Tag, voller neuer Eindrücke und Wunderlichkeiten (Es gibt Weleda-Sachen zu kaufen…Warum kostet das Gemüse nur 3 Schekel…) den See Genezareth und suchten uns sogleich ein gemütliches Plätzchen für die Nacht. Nach einem „festlichen“ Abendessen, ein wenig Ausblick auf das Wasser genießen und einem Revue passieren lassen des Tages, fühlten wir uns bereit für Schlaf und Traum. Diese Rechnung hatten wir allerdings ohne die lieben Mitmenschen gemacht, die ebenfalls die Nacht am See verbringen wollten. Zuerst drängten sich zwischen uns und dem See noch einige israelische Jugendliche, die sogleich den Grill angeschmissen und die Gitarre gezückt haben. Nun gut, dann eben hebräisches Liedgut zum Einschlafen, wir sind da ja flexibel. Für einige Stunde sollte es das auch gewesen sein, bis kurz vor Mitternacht noch eine etwas größere Gruppe palästinensischer Jugendlicher auftauchte. Neben der üblichen Unruhe, die durch Platz suchen, auspacken, unterhalten hervorgerufen wurde, hatten sie eindeutig Party im Sinn. Schon lief der Portable CD-Player auf höchster Lautstärke ächzend und Lieder mit eingängigen Refrains wie „Jerusalem gehört uns“ begleiteten die melancholische Mucke der Israelis vor uns. (Die allerdings sehr bald aufgaben und sich ebenfalls schlafen legten.) Als ich das nächste Mal aufwachte, wusste ich zunächst gar nicht, wie mir geschah: Irgendwas rüttelte ganz fürchterlich in und an meinem Kopf und es dauerte eine Weile, bis ich verstand, dass es überlaute Techno-Beats von einer Party ein Stück weiter entfernt waren…Ereignisse dieser Art lassen sich wahlweise fortsetzten und aneinanderreihen und so verging die Nacht.

Seltsam war allerdings der Morgen: Niemand hatte lange oder ununterbrochen oder ruhig geschlafen, aber alle fühlten sich wundersam erholt und hatten die Nacht in schöner Erinnerung. Wer weiß, vielleicht ist ja doch was dran an den Mythen um den See… ;-)  

29.03.2007

Der Schluessel zum eigenen Haus

Mittlerweile sind gut 60 Jahre vergangen seit 1948 die Naqba stattgefunden hat und zahlreiche Palaestinenser vertrieben wurden, fluechten mussten oder getoetet wurden.
Auch schon vor 1948 gab es viel Faelle, in denen Palaestinenser ihren Landbesitz verloren (Osmanisches Reich: Land Code; Britisches Mandat: Zionistische Bewegung). Das Jahr 1967 markiert ebenfalls einen tiefen Einschnitt in der palaestinensischen Geschiche.

Was genau das bedeteutet, kann man sich in der Theorie sehr gut vorstellen; man kann darueber lesen und ueber Zahlen staunen…
Aber was es in der Realitaet wirklich bedeutet, das kann man als Aussenstehender selbst mit dem besten Einfuehlungsvermoegen nicht nachempfinden.

Ich sass vor ein paar Tagen in einem Taxi und unterhielt mich mit dem Fahrer ueber das Leben in Palaestina, die Besatzung und die vielen Gelder und Verguenstigungen, die Laender wie die USA oder Deutschland an Israel geben. Ein “normales” Gespraech in diesem Land also.
Ploetzlich holte er aus seiner Tasche einen riesigen verrosteten Schluessel und fragte mich, ob ich wuesste, was das sei. Es sei der Schluessel zu seinem Haus, den er seit seiner Vertreibung die ganze Zeit bei sich trage. Seine Familie und er mussten am 12. Juli 1948 Al-Ramlah, ca. 18 km von Tel Aviv entfernt auf der Strecke Jerusalem-Tel Aviv, im Zuge der Besatzung durch Israel verlassen. Sie kamen nach Ramallah. Die Hoffnung, in den eigenen Ort und das eigenen Haus zurueckkehren zu koennen, blieben stark. Ob das Haus noch existiere, wisse er nicht.
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Rueckkehr oder auch nur ein Besuch jemals moelglich sein koennten, ist verschwindend gering. Al-Ramla liegt mitten im heutigen Israel, weit entfernt von der gruenen Linie.

Die Erinnerungwn und die Gechichten aus der Vergangenheit in diesem Ort leben in der ganzen Familie weiter, sie werden von Generation an Generation weitergegeben.
Fragt man Palaestinenser danach, wo sie herkommen, dann nennen sie immer den urspruenglichen Ort ihrer Familie und nicht den Ort, an dem sie seit Jahrzenten leben. Selbst die junge Generation, die nie in ihrem Heimatort gewesen ist, kann groesstenteils den Ort und das Leben dort beschreiben. M., halb-Italienerin und halb- Palaestinenserin, konnte in dem zerstoerten Dorf ihres Vaters ohe lange Suche das Haus ihrer Familie finden.

Ich fuehlte mich wie erschlagen von diesem Schluessel vor meinen Augen. Das Gesicht dieses Mannes dazu.
Nicht, dass ich solche Geschichten nicht schon gehoert oder gelesen haette, aber solch eine direkte Konfrontation ist noch etwas anderes. Fuer einen kurzen Moment taucht man ein ganz klein wenig in das Leben und Leiden einer anderen Person ein. Es sind nur ein paar Sekunden und nur ein winziger Einblick, aber genug, um es nicht wieder zu vergessen…

29.03.2007

Der nicht willkommene Besuch

Es gibt doch nix schoeneres, als nach einem langen und anstrengenden Wochenende mit viel zu wenig Schlaf totmuede ins Bett zu fallen- dachten wir uns jedenfalls anfangs auch.
Nach einer Stunde wurde ich unsanft von einer krischenden Person neben mir aufgeweckt, drehte mich einmal kurz grummelnd um, verstand nur was von nem Tier auf’m Kissen und schlief wieder weiter…
Ein paar Minuten spaeter wurde ich wieder geweckt- diesmal war ich hellwach!Da war doch noch wer drittes im Bett!?
Eh mir richtig klar war, was das war, waren wir schon aufgesprungen und in den Flur gerannt…Da sass eine fett grinsende Ratte auf meinem Bett!!!
Sie war ganz dreist im Bett ueber uns geklettert,hatte an meinem Gesicht geschnuppert und dann meine arme Mitbewohnerin aus dem Schlaf gerissen!Die hatte in der Dunkelheit nur 2 glaenzende Augen und ein Fellpuschel gesehen.
Unschluessig, was wir tun sollten, weckten wir unsere Mitbewohnerin und fingen an, die Ratte zu suchen…vergeblich. Keine Spur.
Wie war die ueberhaupt hereingekommen!?

Nach einer Weile legten wir uns wieder hin…Natuerlich diesmal unter das Moskitonetz, man weiss ja nie.. ;)

Gerade wieder eingeschlafen, kam die Ratte wieder aus ihrem Versteck. Diesmal liess sie sich von uns gar nicht beirren.Sie guckte uns immer wieder haemisch grinsend, wie uns schien, an. Sie flitzte durch’s Zimmer, beschnupperte den Laptop, versuchte, an der Wand hinauf zu klettern. Ungluecklicherweise fiel sie dabei in eine Box. Schnell ein Buch drauf und raus damit auf die Strasse!!

So ein widerliches Tier!Riesig gross, ultra-langer Schwanz, halb zerfetztes Ohr…

29.03.2007

Jerusalem, Ben Gurion und weitere Abenteuer

Das eigentliche Ziel, zumindest fuer den Donnerstag, war ganz einfach gewesen: Nach Jerusalem fahren, Auto holen, Zeit vertreiben, zum Flughafen fahren und 4 Wochen Keadiniya zusammen, vereint….

Die erste Krise, oder vielleicht eher typisches Keadiniya-Ereigniss, deutete sich bereit nach 10 Minuten Busfahrt an: Der Fahrer wollte nicht zum Chechpoint in Qalandiya fahren!Also stieg ich mitten im Verkehr aus und fing an, zu Fuss zu gehen. Umgeben von dichtem Verkehr, riesigem Laerm durch die Bauarbeiten an der Strasse, Dreck auf der Strasse en masse und Staub in der Luft marschierte ich los. (Dass es keinen funktionstuechtigen Gehweg gibt, brauche ich wohl nicht zu erwaehnen.)
Fast am Checkpoint angekommen, schon voellig fertig und dreckig, wurde ich dann noch einmal ganz herzlich begruesst: Der Laster neben mir liess den Motor an und pustete mir eine riesige weisse Stabwolke entgegen, in der ich hustend und fluchend verschwand…

Die Entspannung und das absolute Kontrastprogramm folgten kurz danach in Jerusalem. Das gemietete Auto im Schlepptau und noch ca. 3 Stunden Zeit, um mich an meiner eigenen Gesellschaft zu erfreuen, beschloss, in den grossen Park bei der Knesset zu gehen und mich auf die Wiese zu legen.
Dort angekommen, staunte ich nicht schlecht: Dieser riesige Park glich einem Ameisenhaufen, so viele Menschen waren dort! Man sah ueberall Maenner und Frauen in religioeser juedischer Kleidung (schwarz/weiss) bzw. Siedlerklamotte. Alt und jung sprangen durch die Gegend, grillten Fleisch, fuhren Rad oder Rollschuh, spielten Ball; und einige trugen unsichtbare Schattenkaepfe mit Hilfe asiatischer Plastikschwerte aus. Die Schlaefenlocken der Maenner wehten vor Freude nur so im Wind. Und einige Jogger muehten sich ebenfalls ab und drehten fleissig ihre Runden.

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Unter ihnen sah man vereinzelt palaestinensische Gesichter vorbeihuschen, die den Park ebenfalls als beliebtes Ausflugsziel zu nutzen schienen.
Der Geruch der Tannen, der Sonnenuntergang und die kleinen Fledermaeuse auf der Jagt nach Moskitos.
Was fuer ein Genuss, dort auf einer Decke zu liegen, zu lesen, durch den Park zu schlendern oder einfach durch die Gegend zu schauen!

Irgendwann war es dann Zeit zum Aufbrechen. Laut Musik an, die noetigsten Dinge im Gepaeck und eine kurze Strecke von 40 Minuten vor mir, voller Vorfreude…Es kam natuerlich anders: Bauarbeiten und Unfaelle sorgten dafuer, dass ich mehr als drei Stunden brauchte- in Schrittgeschwindigkeit. Nach zwei Stunden musste ich dringend aufs Klo; keine Moeglichkeit, irgendwo anzuhalten. Naja, am Flughafen waren sie mit ihrem Sicherheitscheck jedenfalls schneller gewesen und so warteten wir beide ungeduldig, ich auf der Autobahn und K. am Flughafen. Das perfekte Wiedersehen nach 5 Monaten also! ;)
Hab sie natuerlich auch nicht sofort gesehen und musste so dringend, dass ich einfach an den Sicherheitskraeften vorbei (ein freundliches Shalom auf den Lippen natuerlich) in den Flughafen aufs Klo gerannt bin und danach Ausschau nach ihr gehalten habe.

Wir sind dann gegen 5 Uhr in Tel Aviv angekommen und haben ganze zwei Stunden geschlafen- wollten ja schliesslich kurz zum Meer und dann in den Golan!

29.03.2007

Chaos in Gaza und der Westbank

Guckt mal hier fuer etwas andere Infos ueber die Situation:

http://www.zenithonline.de/archives/543-Banger-Blick-gen-Westen.html

29.03.2007

Die Kollaborateurin und die Party

Innerhalb von wenigen Minuten kann sich hier die Situation komplett ändern. Aus dem Weg zur oder von der Arbeit wird ein Gewitter, ein netter Ausflug nach Jerusalem endet mit Gebrüll und Beulen und ein Umzug wird mit Schießerei begleitet. Dann wieder eine nette Party mit viel Alkohol, gutem Essen und Tanz oder gemütliches Dösen in der Sonne.

So sah das zumindest diese Woche aus.
Nach über drei Monaten war bei mir plötzlich die Ruhe und Gelassenheit weg. Jeden Tag morgens und abends den Checkpoint passieren, immer ruhig bleiben und beobachten, was dort so vor sich geht. All diese Eindrücke irgendwie verarbeiten…
Das Ergebnis: Nach dieser langen Zeit explodierte ich:
Als ich den Checkpoint passieren wollte, wagte es einer dieser Jünglinge in Militäruniform, mich zu beschimpfen. Ich sei eine miese Kollaborateurin, die gleich doppelt bezahlen müsse, weil ich erstens Deutsche sei und zweitens auch noch bei dem Feind in der Westbank leben würde. Meine Tasche wurde dann auch noch im Sicherheitscheck festgehalten. Ich war so sauer, dass ich anfing zu brüllen und dem Kerl hinter seinem Glasfenster meine Meinung sagte. Besonders lustig fand er das nicht und stand wütend auf, setzte sich zum Glück aber gleich wieder hin und ich konnte gehen. Einen Moment hatte ich wirklich befürchtet, sie würden mich erstmal festhalten.
Zwei Tage später gab’s dann leider erneut Ärger. Meiner Mitbewohnerin wurde nicht erlaubt, den Checkpoint zu passieren und nach Jerusalem zu fahren. Die Soldaten wollten auch nicht weiter diskutieren und sagten immer nur: “We don’t care. It’s not our problem!” Aus dieser komischen Situation heraus und der Verzweiflung meiner Mitbewohnerin viel uns dann auch nicht mehr sonderlich viel ein und wir grummelten nur sauer, ob wir denn über den Checkpoint fliegen sollten und gingen zurück zum Service nach Ramallah. Noch voller Wut und mit viel zu viel “Energie” stieg ich in das Service und stieß mir so heftig den Kopf an einem Metallstück an der Decke, dasss der Rest des Tages mehr oder weniger gelaufen war. C’est la vie.

Dafür wurden wir am nächsten Abend durch ein typisch palästinensisches Abendessen und viel Musik, guter Laune und Bier entschädigt. Es ist erstaunlich, wie viele palästinensischen Männer kochen können und wie gut vor allem! H. stand bestimmt drei Stunden in der Küche, um uns 11 gefräßigen Mäuler mit zu bedienen und wir aßen schließlich um 23 Uhr (war noch nie vor einem Essen so angetrunken und hab selten so gut gegessen). Das Gericht bestand aus Huhn, Brot und Zwiebeln und enthielt mindestens eine Flasche Olivenöl…Einfach genial.
Der Abend ging noch sehr lustig weiter und wir tanzten Flamenco und Salsa in der Küche, quatschten und waren einfach gut gelaunt und albern.
 

29.03.2007

Solidarität für Palästina bei den Protesten gegen G8

(kjo) Es ist länger her, dass die Welt sich in Blöcke teilte. Am 2.6.2007 auf der Internationalen Großdemonstration gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm war es aber dann wieder so weit. Vorweg das Bündnis „Gerechtigkeit Jetzt!“, dann die „Hedonistische Internationale“ gefolgt von Block „Solidarität für Palästina“, usw. verlautete es über den Platz der Freundschaft am Rostocker Bahnhof. Ohne Zweifel ist der Nahostkonflikt ein globales Problem, an dem auch die teilnehmenden G8-Staaten einen erheblichen Anteil haben. Selbstverständlich gehört auch die Forderung nach Rechten für die Palästinenser zu einem Kampf für globale und umfassende Gerechtigkeit. Und es erscheint nur logisch, dass sich der meterhohe Zaun um den Tagungsort Heiligendamm geradezu anbietet, um zu einer „Gedenkveranstaltung zum 40. Jahrestag der israelischen Militärbesatzung Palästinas“ (Interventionistische Linke) am 5.06.2007 aufzurufen – an eben jenem Zaun versteht sich.
Unverständlich bleibt nur, warum sich der Aktivismus mal wieder nur auf Rechte für eine bestimmte Gruppe bezieht. Warum schließt die Forderung nach Gerechtigkeit für die eine Gruppe zwangsweise die andere aus? Um nicht falsch verstanden zu werden: Es braucht keinen Block „Solidarität für Israel“. Wirklich Sinn macht langfristig nur ein einziger Block: „Gerechtigkeit für alle!“.

PS: Ob es wohl ein schöner Zufall ist, dass sich das Büro der Soli-Initiative in Berlin in der Jerusalemer Straße befindet? ;-)

29.03.2007

Geteiltes Leid bleibt Doppeltes

(kjo) Unter „Kompromiss“ wird gemeinhin verstanden, einen Teil der eigenen Wünsche verwirklichen zu dürfen, dafür aber dem Gegenüber einen anderen Teil abzutreten. Jeder versucht bei der Kompromissfindung seine Ressourcen, die sehr unterschiedlich sein können, so effektiv wie möglich einzusetzen. Das beste Ergebnis für sich zu erlangen, hat oberste Priorität. Halbherzige Kompromisse führen zu halb-guten Ergebnissen und nützen niemandem. Ganzheitliche Kompromisse kann es, das liegt in der Natur der Sache, nicht geben. Wer also soll denn wirklich einen Kompromiss wollen? Keep reading →

29.03.2007

Geschichten an der Wand

Um so länger ich hier bin, desto mehr fällt mir auf, wie sehr hier in Palästina Botschaften, Geschichten über die Besatzung und die Menschen über die visuelle Darstellung an “der Mauer “und anderen Mauern und Wänden übermittelt werden. Neben den typischen Plakaten für gefallene Märtyrer finden sich riesige Bilder und Graffities, wo man nur hinguckt. So werden dort Märtyrer durch Fotos und Malereien in Erinnerung behalten und Kommentare zu Jerusalem, dem Verhältnis zu Juden ect ”publiziert”,

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am großen Checkpoint in Qalandiya finden sich Slogans wie “Stop the Wall” oder Graffities, sowohl von Palästinensern als auch Internationalen. So treiben sich beispielsweise einige Ratten des bekannten britischen Graffity-Sprayers Banksy in der Westbank herum und sein “Mädchen mit den Ballons” steht in Qalandiya und wartet.
Viele der Geschichten und Bilder sind für den Außenstehenden zunächst oft nicht verständlich: Wer ist die Unbekannte, die des Terrorismus beschuldigt worden zu sein scheint? Was ist mit der Frau passiert, die auf so jämmerliche Weise auf einem Steinhaufen stirbt?
Für die hier lebenden Palästinenser ist jedoch fast jede Geschichte bekannt.   

 Am 15.04.2007 gab es eine Aktion von mehreren Halb-Palästinensern und Internationalen zum 5jährigen Gefangenentag in einem israelischen Gefängnis von Marwan Barghuthi, einem bekannten palästinnsischen Fatah- Führer.
Nachdem wir eine ganze Nacht an den Schablonen für das Bild gearbeitet hatten und unsere Wohnung, wir ebenfalls, in totalem Chaos versank, war irgendwann das Werk vollbracht und wurde mit voller Begeisterung gefeiert:

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29.03.2007

Jericho- Wadi Quelt & Jordan Valley

Die Umgebung von Jericho ist eine der schönsten Gegenden der Westbank- zumindest im Sommer, im Winter wirkt Jericho bedrückend und jeder Schritt fällt schwer.

Die Gegend ist durch eine Vielfalt an landschaftlichen Bilder gekennzeichnet. So gibt es Berge, die im Frühling mit einem grünen Schleier überzogen sind und Beduinen ein Zuhause bieten. Unten im Tal bahnt sich eine Oase mit ihren grünen Palmen ihren Weg jericho-wadi-qelt-april-2007-36.jpg 

zwischen den Bergen wie ein Fluß und in Richtung Jordanien steht man plötzlich in einer Landschaft, die  durch die Nähe zum toten Meer noch einmal anders aussieht und von kargem Gestein und Sand dominiert wird.

Besonders schön ist es hier im Sommer, wenn die Sonne auf der untergeht und man in den Bergen das Wadi Quelt von dem einsamen Kloster runter ins Tal wandert. Der ganze Konflikt dieser Region wird von einem fern gehalten und man kann einfach mal genießen und abschalten!Sich im Kloster ausruhen oder irgendwo auf dem Weg einfach hinsetzten und die Augen schließen.

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Etwas weiter in Richtung Süden gelangt man schnell in typisch touristische Gebiete, die das tote Meer umgeben und einen Genuß des toten Meeres ohne “Mallorca-Flair” schwer machen. Eine kleine Niesche haben wir dann doch entdeckt und wenn man sich den Zaun an der einen Seite und den Checkpoint auf der anderen wegdenkt, ist es fast perfekt!

Schließlich ging es wieder auf der üblichen Strecke zurück Richtung Heimat.
Der Staub und der Alltag haben uns zurück…

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